Geschichte des KGV HORN

  beginnend im Jahr 1916 !

 

Die Gründung des Kleingartenvereins ergab sich aus der wirtschaftlichen Not der Nachkriegszeit des 1. Weltkrieges. Die Gründungsmitglieder waren Karl KORBEL, Max BERNHAUER, Dr. Arnold HARTL, Vinzenz JABORSKY und Josef SCHEDEWY. Bei einer gemeinsamen Sitzung berieten sie, wie man den damals notleidenden Horner Bürgern mit einem Stück Grund helfen könnte. Die Mitbürger sollten Gemüse pflanzen können um Ihren Speisezettel aufzubessern. Schließlich traten Sie an Herrn HOYOS mit der Bitte heran, Ihnen das Grundstück zwischen der Feldgasse - Puchheimgasse und der Kurzgasse bis zum heutigen Gymnasium zu verpachten. Herr HOYOS stimmte nach mehreren Gesprächen zu, er verlangte den Pachtschilling aber im Voraus. Diesen streckten die Gründungsmitglieder vor.

Die Gründung des Vereines erfolgte nach der ersten Generalversammlung im September 1916. Bei dieser Gründungsversammlung wurde Herr Karl KORBEL zum 1. Obmann des Vereins gewählt. Der Verein wurde unter dem Namen 

"KLEINGÄRTENVEREIN" 

gegründet.

Eines der größten Probleme war damals die Wasserversorgung. Diese wurde durch großzügiges Entgegenkommen der angrenzenden Hausbesitzer gelöst. Auf Bitte der Vereinsleitung wurde das Wasser zur Verfügung gestellt.

Obmann KORBEL führte die Geschäfte des Vereins mit vollster Zufriedenheit bis 1939. Während seiner Zeit wurden weitere Verhandlungen über neue Pachtgründe mit der Stadtgemeinde HORN und der Stephansheimstiftung geführt. Mitte der 30er Jahre wurden die Gründe zwischen Altbach und der Spitalgasse (3er-Anlage) und die Gründe zwischen der Doberndorferstraße und der Kurzgasse (1er-Anlage) gepachtet. Durch weitere Verhandlungen konnte Ende der 30er Jahre noch weitere Gründe und zwar  zwischen der Doberndorferstraße und der Kurzgasse entlang der heutigen Mungenastgasse (2er-Anlage) gepachtet werden. Der Verein zählte damals ca. 350 Mitglieder.

Als Nachfolger wurde 1939 Hr. Josef KRUTIL zum Obmann gewählt. Dieser leitete die Geschicke des Vereins bis zum Ende des 2.Weltkrieges 1945.

Von 1945 bis Februar 1951 stand dem Verein Herr Leopold LIEWALD als Obmann vor. In dieser Zeit mußten neuerlich Anträge an die Sicherheitsdirektion für Niederösterreich, die das Weiterführen des Vereins gewährleisteten, eingebracht werden. Nach mehreren Rückfragen über die Personen der Vereinsleitung, wurde dies genehmigt. Ebenso wurde die Umbenennung des Vereins von "KLEINGÄRTENVEREIN" auf

"KLEINGARTENVEREIN"

durchgeführt.

Im Februar 1951 wurde Herr Johann BUCHINGER zum neuen Obmann gewählt, welcher den Verein bis zu seinem Tode am 13.11.1966 leitete. In dieser Zeit wurde eine Statutenänderung zum Wohle de Kleingärtner durchgeführt.

Nach Ableben von Herrn BUCHINGER ist im Februar 1967 Herr Maximilian JARMER zum Obmann gewählt worden, welcher den Verein bis März 1971 führte.

Während seiner Führunsperiode wurden die ersten Gartenfeste abgehalten und ein Blumenkorso eingeführt. Diese Einführungen kamen bei der Horner Bevölkerung sehr gut an.

1970 kamen für den Verein und infolgedessen für den Obmann JARMER schwere Zeiten, denn es wurden die Pachtverträge der 2er- und 3er- Anlage gekündigt. Die mit der Stadtgemeinde HORN, der Stphansheimstiftung und dem Zentralverband geführten Verhandlungen bezüglich Ablöse und Ersatzgründe verliefen sehr gut. Dan der ausgezeichneten Verhandlungstaktik des Obmann JARMER und seiner Mitarbeiter, erhielten die Horner Kleingärtner beste Konditionen. Die Absiedlung und die Neuanlage von 59 Parzellen konnte reibungslos bewältigt werden. Obmann JARMER wurde bei seinem Rücktritt im Februar 1973 zum Ehrenobmann gewählt.

Als Nachfolger wurde Karl WILDEIS gewählt. In seiner Schaffensperiode wurde die Neuanlage (69 Parzellen) fertiggestellt, ein Teil der Nutzwasserleitung erneuert und die erfolgreichen Gartenfeste wurden weitergeführt. Im Februar 1981 legte Obmann WILDEIS sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Als Dank für seinen Einsatz zum Wohle des Kleingartenvereins ist er am 22.2.1981 zum Ehrenobmann gewählt worden

Am 22.2. 1981 wurde Rupert TATSCH zum Obmann gewählt. Dieser verwirklichte die hochgesteckten Pläne der ersten 5 Jahre. Es ist der zweite Teil der Nutzwasserleitung in der 1er-Anlage erneuert und das Trinkwasser in die Gartenanlage eingeleitet worden. Eine zurückgegebene Parzelle wurde nicht mehr weiterverpachtet, sondern in einen Vereinsgarten umgewandelt. In diesem ist die Vereinshütte von 1984 bis zum 70jährigen Jubiläum im August 1986 fertiggestellt worden. Mit großer Begeisterung leisteten Funktionäre und Mitglieder freiwillig und unentgeltlich sehr viele Arbeitsstunden. Die feierliche Einsegnung und Eröffnung fand im August 1986 statt. Durch die in den letzten Jahren verstärke Reisetätigkeit der Mitglieder wurden österreichweit neue Kontakte zu anderen Vereinen (Salzburg, Graz, Kärnten etc.) geknüpft. Diese sind durch diverse Gegenbesuche in den Jahren jeweiligen Folgejahren vertieft worden. 1995 wurde ein Parkstreifen in der Doberndorferstraße eingerichtet. Der 1986 eingeführte Gartenheurige erfreute sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit, nicht nur bei den Mitgliedern, sondern auch bei der Horner Bevölkerung. Dies ist sicher auf die ausgezeichnete Bewirtung und den unermüdlichen Einsatz der Mitarbeiter zurückzuführen. Außerdem ist er auch eine der wenigen Einnahmequellen des Vereins um diverse Aktivitäten (Strom, div. Instandsetzungen, Trinkwasser etc.) zu finanzieren. Auch die Teilnahme an den von der Stadtgemeine HORN eingeführten Umwelttagen wurde positiv angenommen.

Obmann Rupert TATSCHL leitete die Geschicke des Kleingartenverein bis zum Jahr 2000.

Ab dem Jahr 2000 lenkte die Geschäfte des Kleingartenvereins Obmann Josef WAGNER. Josef WAGNER war unermüdlich um den Fortbestand der Kleingartenanlage bemüht. Es gelang ihm immer wieder durch Geschick und Diplomatie die Zufriedenheit aller herzustellen. Obmann Josef WAGNER leitete die Geschäfte des Kleingartenvereines bis zum Februar 2013 und wurde vom Bürgermeister Jürgen MAIER mit dem golden Ehrenzeichen der Stadt Horn ausgezeichnet. Ebenfalls wurde er mit dem Titel "Ehrenobmann" bedacht. Obmann Josef WAGNER übergab sein Amt ordnungsgemäß an seinen Nachfolger Martin NOWAK, der nunmehr die Geschäfte des Kleingartenvereins leitet. Wir wünschen ihm viel Glück und ein "starkes" Rückgrad.